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Richtiges Lüften: CO2 Ampel hilft, dass das Klassenzimmer nicht zum Kühlschrank wird

In Zeiten der Pandemie ist der Infektionsschutz im Klassenzimmer von höchster Bedeutung, damit die Schulen nicht zu Corona-Hotspots werden. Dabei spielt das richtige Lüften eine zentrale Rolle, um die Aerosol-Konzentration im Klassenzimmer zu senken – und damit verbunden die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus. Ende September 2020 gab es daher im Rahmen des Kultusminister-Konferenz (KMK) ein „Expertengespräch Lüften“. Als Fazit hielt die Vorsitzende der KMK, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD), fest: „Das richtige Lüften ist eine wichtige und wirkungsvolle Maßnahme im Gesamtpaket der Hygienemaßnahmen, um die potentielle Viruslast in der Lernumgebung zu senken und eine Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.“

Bei der Frage der Lüftungstaktung setzen die Schulen auf die 20-5-20-Regel des Umweltbundesamtes. Diese sehr pauschale Vorgabe besagt, dass nach 20 Minuten Unterricht fünf Minuten lang gelüftet werden soll, damit die verbleibenden 20 Minuten Unterricht dann in einem gesunden Raumklima abgehalten werden können. Gerade in der kalten Jahreszeit befürchten viele Lehrkräfte und Eltern jedoch, dass durch die zum Lüften geöffneten Fenster die Mindesttemperatur im Klassenzimmer stark absinkt. Diese Mindesttemperatur im Klassenzimmer sollte gemäß der Technischen Regeln für Arbeitsstätten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) für sitzende Tätigkeiten mindestens 19 °C betragen. Durch ein fünf Minuten langes Lüften bei niedrigen Temperaturen kann diese Mindesttemperatur im Klassenzimmer schnell unterschritten werden.

Eltern und Verbände sorgen sich um Mindesttemperatur im Klassenzimmer

Vor diesem Hintergrund sehen der Bundeselternrat, der Verband Bildung und Erziehung und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft die gängige Praxis sehr skeptisch. „Die Lüftungsregelung 20-5-20 wird bei Regen und niedrigen Temperaturen eine riesige pädagogische Herausforderung“, kritisierten die Verbände nach dem Expertengespräch. Denn frierende Schülerinnen und Schüler werden nicht nur schneller krank, sondern haben auch große Probleme, dem Unterricht zu folgen.

Im Corona-Alltag an den Schulen muss es also darum gehen, effizient und zum richtigen Zeitpunkt zu lüften. Dabei können technische Geräte wie „Conny, die CO2 Ampel, die atmet“ wertvolle Dienste im Klassenzimmer leisten. Sie messen die Kohlendioxid-Konzentration im Klassenzimmer, die ein anerkannter Indikator für die Aerosol-Konzentration ist. CO2 Ampeln wie Conny leuchten rot, wenn der Schwellenwert für die CO2-Konzentration im Klassenzimmer überschritten ist. Wenn die Luftqualität wieder gut ist, geben sie Entwarnung. So wird zu langes und unnötiges Lüften verhindert. Das verschafft Schülerinnen und Schülern genauso wie Lehrerinnen und Lehrern ein Gefühl der Sicherheit. Sie müssen nicht frieren und können sich ganz auf den Unterricht konzentrieren.

CO2 Ampeln im Klassenzimmer erhöhen die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit

Auch losgelöst von der Corona-Pandemie ist das Raumklima seit Jahren ein drängendes Problem an Schulen. Weil in den Klassenräumen immer viele Menschen auf engem Raum versammelt sind, ist der CO2-Ausstoß hoch - und häufig höher als es lufthygienisch akzeptabel ist. Erhöhte Mengen Kohlendioxid können jedoch negative Folgen haben. Sie können Kopfschmerzen auslösen, machen müde und schränken die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit ein.

Im Vergleich zu anderen Techniken für eine gute Raumluft sind Geräte wie „Conny, die CO2 Ampel, die atmet“ in Verbindung mit dem anschließenden Stoßlüften sehr wirksam. So hat eine Studie hessischer Wissenschaftler jüngst bewiesen, dass das Stoßlüften in Schulen wesentlich effektiver ist als beispielsweise der Einsatz von Luftfiltergeräten. Diese sind zudem wesentlich teurer. CO2 Ampeln an Schulen sind also eine kostengünstige und wirksame Lösung gegen Aerosole und ein schlechtes Raumklima – in Zeiten der Corona-Pandemie und darüber hinaus.

Vier Gründe fürs Stoß- und gegen das Kipplüften

  1. Stoßlüften führt zu einem wesentlich effektiveren Luftaustausch als das Lüften mit Fenstern in Kippstellung.
  2. Stoßlüften ist klimafreundlicher, weil die Wärme – anders als bei Fenstern in Kippstellung – nicht dauerhaft entweicht.
  3. Stoßlüften ist dadurch auch kostengünstiger.
  4. Beim Kipplüften kann es schneller zu Schimmelbildung kommen.
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